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Insight Blog

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Wenn sich Produkte selbstständig machen – Handlungsempfehlungen zur Adoption

Laut dem Smart Products Report 2020 haben smarte Produkte in der Schweiz bereits ein hohes Adoptionspotenzial. Gleichzeitig stossen die Produkte, die sich immer selbstständiger machen können, durch ihre neuen Produkteigenschaften auch auf Skepsis, Ängste und Misstrauen. Damit smarte Produkte ihr volles Potenzial ausschöpfen und Konsumentinnen und Konsumenten von ihren Vorteilen profitieren können, gibt es bzgl. Produktentwicklung, -design und Kommunikation noch Nachholbedarf. Basierend auf Resultaten des Smart Products Reports 2020, aktueller Konsumentenforschung sowie Best Practice Beispielen werden in dem aktuellen Artikel acht konkrete Handlungsempfehlungen hergeleitet. Von Jenny Zimmermann

 

Diese Handlungsempfehlungen sollen die erfolgreiche Implementierung und Integration smarter Produkte in den Schweizer Markt unterstützen und Schweizer und Schweizerinnen so noch «smarter» machen:

1. Kontrolle und Interventionsmöglichkeiten betonen.
 Eine Herausforderung für Unternehmen ist es, dem Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach Kontrolle bei dem hohen Autonomiegrad smarter Produkte gerecht zu werden. Lösung kann beispielsweise ein physischer Schalter, mit dem Konsumentinnen bzw. Konsumenten in die Tätigkeit eingreifen können sein. Weiterhin müssen die Features, die im Produktdesign mit dem Ziel, Kontrolle zu geben implementiert wurden in der Kommunikationsstrategie hervorgehoben werden.

2. Vernetzung und zentrale Steuerung ermöglichen.
Laut den Resultaten des Smart Products Reports 2020 sehen Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten die Vorteiler vernetzter Produkte – sie wünschen sich die Option zur Vernetzung und haben zudem konkrete Vorstellungen davon, wie unterschiedliche Produkte vernetzt sein sollten. Dies ist beispielsweise von Produktart und -kategorie (z.B. smarte Produkte für den Haushalt, zur Unterhaltung etc.) abhängig. So sollten die Produkte vor allem innerhalb der eigenen Produktkategorie vernetzt werden und zusätzlich sollte es auch «zentrale» Produkte geben.

 3. Vertrauen in und soziale Integration von smarten Produkten fördern.
Durch ihre spezifischen Eigenschaften werden smarte Produkte von Konsumentinnen und Konsumenten häufig vermenschlicht, was sich positiv auf deren Wahrnehmung auswirken kann, wenn der Eindruck einer sozialen Verbundenheit entsteht. Unternehmen können dies aktiv fördern beispielsweise indem sie individuelle Spitznamen vergeben lassen.

4. Einsparmöglichkeiten betonen.
 Der Smart Products Report 2020 zeigt auf, dass Konsumentinnen und Konsumenten smarte Produkte als zu teuer erachten. Demnach herrscht hier Nachholpotenzial in Bezug auf die Kommunikation von Möglichkeiten zur Kosteneinsparung. Beispielsweise können Sparmöglichkeiten durch einen geringeren Strom- und Wasserverbrauch hervorgehoben werden.

 5. Durch smarte Produkte gewonnene Zeit hervorheben.
 Konsumentinnen und Konsumenten können Tätigkeiten an smarte Produkte delegieren, was einen hohen Zeitgewinn bedeutet. Die Schweizer Bevölkerung sieht dies als wichtigen Vorteil (Smart Products Report 2020). Den Gewinn von Zeit, häufig ein knappes Gut für Konsumentinnen und Konsumentinnen, können Werbetreibende in ihrer Kommunikationsstrategie berücksichtigen.

6. Selbstoptimierung(spotenzial) betonen statt Selbstwert bedrohen.
 Smarte Produkte werden häufig als Bedrohung wahrgenommen, da Konsumentinnen und Konsumenten befürchten, sie könnten ersetzt werden. Um solchen Ängsten entgegenzuwirken, empfiehlt sich beispielsweise hervorzuheben, dass smarte Produkte zur Selbstoptimierung beitragen und Nutzerinnen und Nutzer unterstützen können.

 7. Datensammlung als sensibles Thema adressieren.
 Auf Konsumentenseite herrscht ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Datensammlung und das Bedürfnis, die eigene Privatsphäre schützen zu wollen. Da eine technische Voraussetzung smarter Produkte ist, Daten zu sammeln stellt dies eine Herausforderung dar und sollte von Unternehmen explizit adressiert werden.

8. Smarte Produkte testen lassen.
 Der Smart Products Report 2020 zeigt auf, dass bereits das Testen smarter Produkte tendenziell die Kaufbereitschaft für smarte Produkte erhöhen kann. Konsumentinnen und Konsumenten können somit die Vorteile der neuen Produkte direkt erleben. Beispiele hierfür können Probesettings in Ladegeschäften oder auch das Verteilen von Testprodukten sein.

 

 

Kontakt:

Jenny Zimmermann: jennylena.zimmermann@unisg.ch
Prof. Dr. Emanuel de Bellis: emanuel.debellis@unisg.ch
Melanie Clegg: melanie.clegg@unilu.ch
Prof. Dr. Reto Hofstetter: reto.hofstetter@unilu.ch

 

Referenz:

Zimmermann, Jenny L., Melanie Clegg, Emanuel de Bellis, und Reto Hofstetter (2020), «Wenn sich Produkte selbstständig machen – Handlungsempfehlungen zur Adoption von smarten Produkten”, Schweizerische Gesellschaft für Marketing Forschungsreihe».

 

Mehr über unsere Forschung zu autonomen Produkten:

de Bellis, Emanuel, und Gita V. Johar, (2020). “Autonomous Shopping Systems: Identifying and Overcoming Barriers to Consumer Adoption.” Journal of Retailing.

Zimmermann, Jenny L., Melanie Clegg, Emanuel de Bellis, und Reto Hofstetter (2020),«Smart Products Report 2020».

https://www.youtube.com/watch?v=Z5JghHzc9GE&feature=youtu.be

 

Bildquelle: Gfm